Zeit für Neues
Am letzten Sonntag war ich nach der Arbeit in der Schweiz. Das ist ja soo weit weg nicht von mir, zumindest, wenn das Ziel (wie da) kurz hinter dem Bodensee liegt.
Ganz kurzfristig hatte ich eine Einladung zu einer Vernissage bekommen. Ich war noch nie auf einer Vernissage, geschweige denn, dass ich eine persönliche Einladung erhalten hätte. So viele bekannte Künstler kenne ich nicht.
Aber diese Künstlerin kenne ich über die Lyrik- und Literaturseite keinVerlag.de schon einige Jahre. Wir haben uns auch schon öfter gesehen, unter anderem zu verschiedenen Lesungen, die der Grenzgänger Stammtisch auf keinVerlag.de abgehalten hat.
Ich hatte einen Mit-Fahrer gefunden, bzw. jemanden, der mich kutschiert hat und so konnte ich trotz Nachtbereitschaft in der Nacht zuvor diese Fahrt halb-spontan wagen.
Die Fahrt selbst war regnerisch und es regnete noch mehr als wir ankamen. Doch das tat der Atmosphäre im Gemeindehaus keinen Abbruch. Im Eingangsbereich erwarteten uns ca. ein Dutzend Schwemmwesen auf Metallstäben bzw. dicken Hölzern aufgestellt. Einige waren mit Gedichten versehen, alle mit Titeln.
Ein kurzes Gefühl der Enttäuschung - war das alles? Dafür die Fahrt, der Aufwand? Aber dann wurde die Ausstellung auch schon von der Kulturbeauftragten der Gemeinde eröffnet.
Ein feines Schyzerdytsch, auch wir aus Deutschland konnten alles verstehen. Und wir erfuhren von Kirsten, die danach sprach, dass sich die Ausstellung auf das gesamte Gebäude erstreckt, man sie regelrecht begehen kann.
Und das taten wir auch. Stufe für Stufe die Treppe hinauf. Langsam. Stehen bleiben. Betrachten. Nachdenken - und dann Reden über das Gesehene, Empfundene. Paßt der Titel zu der Figur? Was sehe ich darin? Was andere? Hin und wieder hätten wir einzelnen Exponaten andere Titel, Beschreibungen gegeben und ich erfuhr später, dass nicht alle Werke von Beginn an so gedacht waren. Manche Arrangement wurde von den räumlichen Begebenheiten diktiert, so dass neue Aussagen entstanden, die die ursprünglich gedachte Bedeutung eines Werkes veränderte oder überstieg.
Immer wieder neu ein Innehalten im Weitergehen. Staunen, Schmunzeln (so z.B. über die Figur "Vernunft" an der Tür der Damentoilette - was soll uns das sagen? ;) ) - und dann plötzlich auch eigene Worte, ein kleines Gedicht zu einem Schwemmwesen, das die Seele trifft und Gedanken auslöst.
Hinterher habe ich die entstandenen Gedankentexte Kirsten gezeigt und von ihr gehört, dass ich damit ihre Intention ziemlich genau getroffen habe. Ein schönes Gefühl. :)
Ca. 30 - 40 Leute waren bei der Vernissage zugegen, es herrschte eine lockere, angeregte Atmosphäre und die Schwemmwesen fanden viel Anklang.
Nach dem Ende der Veranstaltung waren wir dann mit einigen weiteren Leuten noch bei Kirsten und haben geplaudert - auch dort war schön, wie locker und leicht Begegnungen sein können.
Auf der Rückfahrt regnete es immer noch. Aber irgendwie war mir, als ob innen die Sonne schiene. Jedenfalls klingt das Erlebte immer noch in mir nach - es sind helle Erinnerungen - und ich sehe, auch ohne die Augen zu schließen, die Schwemmwesen an den Wänden hängen und auf Betrachter warten.
Ganz kurzfristig hatte ich eine Einladung zu einer Vernissage bekommen. Ich war noch nie auf einer Vernissage, geschweige denn, dass ich eine persönliche Einladung erhalten hätte. So viele bekannte Künstler kenne ich nicht.
Aber diese Künstlerin kenne ich über die Lyrik- und Literaturseite keinVerlag.de schon einige Jahre. Wir haben uns auch schon öfter gesehen, unter anderem zu verschiedenen Lesungen, die der Grenzgänger Stammtisch auf keinVerlag.de abgehalten hat.
Ich hatte einen Mit-Fahrer gefunden, bzw. jemanden, der mich kutschiert hat und so konnte ich trotz Nachtbereitschaft in der Nacht zuvor diese Fahrt halb-spontan wagen.
Die Fahrt selbst war regnerisch und es regnete noch mehr als wir ankamen. Doch das tat der Atmosphäre im Gemeindehaus keinen Abbruch. Im Eingangsbereich erwarteten uns ca. ein Dutzend Schwemmwesen auf Metallstäben bzw. dicken Hölzern aufgestellt. Einige waren mit Gedichten versehen, alle mit Titeln.
Ein kurzes Gefühl der Enttäuschung - war das alles? Dafür die Fahrt, der Aufwand? Aber dann wurde die Ausstellung auch schon von der Kulturbeauftragten der Gemeinde eröffnet.
Ein feines Schyzerdytsch, auch wir aus Deutschland konnten alles verstehen. Und wir erfuhren von Kirsten, die danach sprach, dass sich die Ausstellung auf das gesamte Gebäude erstreckt, man sie regelrecht begehen kann.
Und das taten wir auch. Stufe für Stufe die Treppe hinauf. Langsam. Stehen bleiben. Betrachten. Nachdenken - und dann Reden über das Gesehene, Empfundene. Paßt der Titel zu der Figur? Was sehe ich darin? Was andere? Hin und wieder hätten wir einzelnen Exponaten andere Titel, Beschreibungen gegeben und ich erfuhr später, dass nicht alle Werke von Beginn an so gedacht waren. Manche Arrangement wurde von den räumlichen Begebenheiten diktiert, so dass neue Aussagen entstanden, die die ursprünglich gedachte Bedeutung eines Werkes veränderte oder überstieg.
Immer wieder neu ein Innehalten im Weitergehen. Staunen, Schmunzeln (so z.B. über die Figur "Vernunft" an der Tür der Damentoilette - was soll uns das sagen? ;) ) - und dann plötzlich auch eigene Worte, ein kleines Gedicht zu einem Schwemmwesen, das die Seele trifft und Gedanken auslöst.
Hinterher habe ich die entstandenen Gedankentexte Kirsten gezeigt und von ihr gehört, dass ich damit ihre Intention ziemlich genau getroffen habe. Ein schönes Gefühl. :)
Ca. 30 - 40 Leute waren bei der Vernissage zugegen, es herrschte eine lockere, angeregte Atmosphäre und die Schwemmwesen fanden viel Anklang.
Nach dem Ende der Veranstaltung waren wir dann mit einigen weiteren Leuten noch bei Kirsten und haben geplaudert - auch dort war schön, wie locker und leicht Begegnungen sein können.
Auf der Rückfahrt regnete es immer noch. Aber irgendwie war mir, als ob innen die Sonne schiene. Jedenfalls klingt das Erlebte immer noch in mir nach - es sind helle Erinnerungen - und ich sehe, auch ohne die Augen zu schließen, die Schwemmwesen an den Wänden hängen und auf Betrachter warten.
claire.delalune - 7. Mai, 22:19
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